Montag, 2. März 2015

After the rain...



Hallo ihr Lieben,
manchmal habe ich das Gefühl, das Leben rauscht an mir vorbei. Gefangen in der Alltagstretmühle läuft es immer gleich ab: aufstehen, anziehen, zur Arbeit fahren, arbeiten, Pause, arbeiten, zum Sport, nach Hause, kochen, aufräumen, auf die Couch, schlafen.
Ich fiebere jede Woche aufs Wochenende hin und wenn es dann da ist, ist es auch schon wieder vorbei. Weil einfach so viel Zeit für Mussdinge drauf geht: putzen, waschen, bügeln, Familienbesuche, dem Mann beim Lernen unterstützen.
Deswegen liebe ich freie Sonntage. Freie andere Tage auch, klar. Aber sonntags komme ich dann doch am ehesten dazu endlich mal die Dinge zu tun, die ich tun möchte.
Gestern Morgen fiel ich schon um halb neun aus dem Bett- mit dem Gedanken im Kopf: Du kannst heute einen Mittagsschlaf machen. Ich liebe es tagsüber für ein Stündchen ins Bett zu kriechen und mit dieser Aussicht fiel das Aufstehen echt nicht schwer. 
Während der Mann noch schlief, beseitigte ich erst mal schnell das Chaos in Wohnzimmer und Küche von der Familienfeier am Samstag. Dann schnappte ich mir die liegengebliebene Bügelwäsche und zog mir während meiner verhasstesten Hausarbeit zwei Folgen Gossip Girl rein. Als der Mann dann irgendwann in die Küche schlurfte, hatte ich also schon jede Menge Muss-Zeug beseitigt und siehe da: Der Himmel klärte auf. Platz für Sonne, Zeit für uns: Oh, geliebter Sonntag.

Beim Frühstück entschieden wir uns dann für einen kleinen Haldenspaziergang und auf des Mannes „Aber irgendwas in der Nähe“ ging es nach Gelsenkirchen zur Halde Rheinelbe. 
Wie ja bereits vor ein paar Monaten erwähnt, bin ich zwar ewiges Ruhrpottkind, aber vollkommener Haldenneuling. Die Halde Rheinelbe hatte ich zuvor noch nie betreten. 
Auf dem Weg dorthin fing es zwar kurz an zu regnen, aber an Tagen wie diesem stört einen das nicht. Da grinst man drüber und sagt sich: Ist nur `n Schauer. After the rain the sun will shine…
So war’s dann auch. Bis wir geparkt hatten, strahlte die Sonne schon wieder. 
Die Halde Rheinelbe ist jetzt kein wirkliches Highlight. Sie ist weder besonders hoch, noch besonders hübsch. Ganz oben (was wirklich nicht sooo weit oben ist), befindet sich eine Ansammlung von Steinen. Anscheinend ein Kunstwerk. Meiner Meinung nach wurde es allerdings erst durch die Graffities ein wirkliches Kunstwerk. 
Aber wir wollten ja auch nur ein wenig spazieren und nicht wandern. So manche Halde verlangt ja schon einige Beinmuckies, da ist die Rheinelbe eher so die Seniorenausgabe einer Halde.



Selbstverständlich war die Kamera im Gepäck und ich muss sagen, die Lichtverhältnisse waren schwierig. In der einen Sekunde strahlender Sonnenschein, dann wieder schwupps ne Wolke. Mit meinen Bildern bin ich daher nur so mittelprächtig zufrieden. Aber immerhin endlich mal wieder Fotos.




Wir hielten uns nicht wirklich lange oben auf. Der Ausblick war okay, aber nicht wirklich spannend und- mein lieber Scholli- es windete schon ziemlich stark. Kein Scherz, der Wind drückte mich teilweise tatsächlich etwas zur Seite. Der Mann hatte echt Angst, dass sein holdes Weib davongetragen wird. Wurd ich aber nicht ;)

Der Rest des Tages fiel dann auch ganz nach meinem Gusto aus: essen, schlafen, essen und Kaffee trinken, Essen machen, essen und Polizeiruf. Wir waren erst ein wenig enttäuscht, dass kein Tatort kam, aber der Rostocker Polizeiruf taugt auch sehr.


Ich konnte gestern jedenfalls jede Menge Kraft tanken. Meinen Wecker musste ich heute Morgen zwar trotzdem einige Male zum Schlummern bringen, aber der Sonnenschein erleichterte doch schon einiges.


Ich wünsche euch allen eine tolle Woche mit ganz viel Sonne im Herzen!

Sonntag, 1. März 2015

Gesunde Chicken Nuggets

Hallo ihr Lieben,

ich liebe gesunde Ernährung. Meine bisherigen Rezepte hier haben das bisher nicht verraten, ich weiß. Das hat mehrere Gründe. Der wichtigste Grund ist, dass ich mich noch nicht besonders lange mit dem Thema auseinander setze, vor allem mit dem Konzept des Clean Eatings. Ich bin kein Ernährungsexperte, aber ich merke einfach, was meinem Körper gut tut: frische Lebensmitteln mit vielen Nährstoffen, wenigen, guten Fetten, komplexe Kohlenhydrate.
Mein Bruder steht kurz davor sein Studium Fitness and Health Management aufzunehmen und er trainiert mit meinem Mann fast jeden Tag. Ernährung gehört einfach zu den wichtigsten Themen bei uns ;)

Ich muss echt sagen, wenn ich jetzt fettige oder zu süße Sachen esse, merke ich sehr schnell, dass es mir nicht gut tut: Vollegefühl, Süßigkeiten sind viel zu süß und ich habe wieder Lust auf gesundes Essen.
In meinem Freundeskreis nerve ich sicher schon einige mit meinem Gefasel :D

Wie auch immer. Ich mag euch heute ein super einfaches Rezept für gesunde Chicken Nuggets vorstellen. Sie sind wirklich super lecker und kommen fast ohne zusätzliches Fett aus.

Zutaten (3 Portionen):

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • ca. 100 g ungesüßte Cornflakes (z.B. von Allnatura)
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • Worcester Sauce
  • Cayenne-Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
Das Hähnchen waschen, trocken reiben und in kleine Stückchen schneiden.
In einer Schüssel Gewürze mit Öl, etwas Worcester Sauce und 1-2 EL Wasser mischen.
Die Hähnchenstücke darin mischen. Wer es würziger mag, mariniert das Hähnchen schon am Vortag.
In einer Schüssel das Ei verquirlen. Die Cornflakes ein wenig zerkleinern (z.B. in einem hohen Gefäß mit einer Suppenkelle) und auf einem flachen Teller verteilen. Ein wenig Salz untermischen.
Die Hähnchenstückchen erst im Ei und dann in den Cornflakes wälzen. Eventuell etwas andrücken und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen.
Ca. 30 Minuten in den Ofen, nach 15 Minuten einmal wenden, damit alle Nuggets schön knusprig werden.




Na, sehen sie nicht aus wie ihre fettigen Verwandten? Sind auch mindestens genau so lecker, liegen aber überhaupt nicht so schwer im Magen. Ein klarer Fall von Fett muss nicht sein.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!



Dienstag, 24. Februar 2015

Marc Watson- Überlebensgroß



Die Handlung:
Ich finde es immer ein wenig schwer die Handlung eines Romans zu beschreiben ohne zu viel vorweg zu nehmen. Deswegen umreiße ich nur ganz kurz das Thema.
Dominik ist Fotograf, führt eigentlich ein ganz normales Leben. Eigentlich. Denn in seinen Memoiren (so liest sich der Roman) lässt er uns hinter die Kulisse blicken. Er erzählt uns von seiner Familie, seinem Bruder, mit dem er sich nicht versteht; von seiner Schwester, die er über alles liebt. Von der menschlichen Kälte und der verzweifelten Suche nach Wärme.
Von der Frau, in die er sich verliebt, die er heiratet. Von seiner Tochter.
Eigentlich ein ganz normales Leben. Oder eben auch nicht. Denn Gefühle kann man nicht kontrollieren.

Der Schreibstil/ die Stimmung:
Wenn ein Roman in der Ich-Form geschrieben wird, kommt man meist nicht an der Sympathie zum Protagonisten herum. So ging es mir auch hier, obwohl ich mit so einigem, was Dominic tut oder sagt überhaupt nicht einverstanden bin. Aber Watson schafft es trotzdem, dass ich Dominic alles Glück der Erde wünsche.
Schön geschrieben, eindringlich, ohne gekünstelt oder übertrieben zu wirken. Leicht runterzulesen, aber nicht platt. Auf jeden Fall gute Unterhaltung.

Mein Fazit:
Habe ich geweint? Nein.
Ich war leider ein wenig enttäuscht. Nachdem ich Watsons „11 Leben“ gelesen habe und es wirklich geliebt. Zwischendurch habe ich geheult wie ein Schlosshund. Das Thema von „Überlebensgroß“ hat mich nicht ganz kalt gelassen, aber auch nicht im Entferntesten so berührt. Ich denke aber, dass Watson seine Leser genau an diesen Punkt bringen wollte: Seine eigene Moralität zu hinterfragen und sich die Was-wäre-wenn-Frage zu stellen.
Durchaus also ein gelungener, unverblümter, ehrlicher Roman. Es lohnt sich ihn zu lesen und er wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben. 


Montag, 19. Januar 2015

Monatliche Nagelschau- Dezember 2014


Hallo ihr Lieben,

mal wieder etwas spät, aber hier sind sie: Meine Nägel im Dezember. Zwischendurch hab ich mal wieder ne kleine Lackpause eingelegt. Eigentlich sollte es ein ganz lackfreier Monat werden. Aber... aber... GLITZER!


oben links: Silvesternägel! P2- eternal, P2-classy, Essence-Circus Konfetti mattiert mit dem Essence 24/7 Basscoat
oben rechts: Weihnachtsnägel! Essie- Thigh High, ein Glitzertopper von Hema und P2-Precious
unten links: Catrice- Brit Chic (mattiert)
mittig: P2- remember me und Catrice- Glitterazi
rechts: P2 Nailfoundation 020-Silk

Habt einen glitzernden Abend!


Sonntag, 18. Januar 2015

Rotweinkuchen mit Wohlfühlgarantie


Hallo ihr Lieben,

heute war mal wieder einer diesen grau-dösigen Sonntage, die man am liebsten gammelnd auf dem Sofa verbringen würde. Mit einem guten Buch, hin und wieder ein Nickerchen. Ein bisschen schöne Musik. 
Allerdings sah die Realität ganz anders aus. Da wir gestern so gut wie nix geschafft haben, stand heute einiges auf der Agenda: Regal aufbauen, Mäusekäfig reinigen, saugen. Und dann hatten wir auch noch beide Elternseiten zum Kaffee eingeladen.
Die schönste Zeit habe ich deswegen in der Küche verbracht, während ich diesen supersoften, saftig-schokoladigen Rotweinkuchen für die Kaffeestunde gebacken habe.
Das Rezept stammt von einer Kollegin- und ich konnte es einfach nicht für mich behalten.




Zutaten:
  • 250 g Butter (zimmerwarm)
  • 250 g Zucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Packung Backpulver
  • 4 Eier
  • 1 EL Kakaopulver
  • 200 ml Rotwein
  • 100 g Schokolade
  • 1 Prise Zimt
  • nach Bedarf etwas Milch
  • Puderzucker zum Bestreuen
Butter, Zucker und Eier gut verquirlen. Den Wein dazu mengen.
Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Kakao, Zimt) vermischen und dann unter die feuchte Masse heben. 
Wenn nötig den Teig mit Milch geschmeidiger rühren.
Die Schokolade klein hacken und vorsichtig untermengen.

Eine Gugelhupfform fetten und mit dem Teig füllen.

Für ca. 40 Minuten bei 180°C Umluft in den Ofen und darauf warten, dass das herrliche Aroma die ganze Wohnung erfüllt.

Danach kurz abkühlen lass, stürzen und mit Puderzucker bestreuen.

Am besten schmeckt der Kuchen noch warm- dann sind die Schokostückchen wunderbar flüssig.